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IBA in Algenfassade BIQ zieht Leben ein + DeichIDEEN + HamburgMuseum

Der 24. April war gleich 3-fach faszinierend inspirierend im Sinne der Entwicklung der Stadt:

1.
Leben zieht in die BIQ-Algenfassade ein (siehe Pressemitteilung der IBA unten)
http://www.iba-hamburg.de/themen-projekte/bauausstellung-in-der-bauausstellung/smart-material-houses/biq/projekt/biq.html

2.
Im Zwischenkolloquium Deichpark präsentierten kreative Stadtplaner Ihre Ideen, wie Erhöhung der Deiche im Norden der Elbinseln zu mehr Lebensqualität beitragen kann
http://www.iba-hamburg.de/erleben/event-details/termin/zeige/detail/zwischenkolloquium-planungsverfahren-deichpark-1.html

3.
„Wohin mit der Stadt?“ fragt das HamburgMuseum in einer sehenswerten Sonderausstellung
Ein gelungener Abend zum Auftakt brachte viele bekannten Gesichter der Stadt in einen Gedankenaustausch, der hier auch online weitergeht http://wohinmitderstadt.de/

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IBA-Pressemitteilung: Algenhaus eröffnet: Fassadenelemente erstmalig mit Algen-Biomasse gefüllt  Algenfassaden am BIQ: Das Leben zieht ein

Das IBA-Projekt BIQ – besser bekannt unter dem Namen Algenhaus – ist fertig gestellt, die Fassadenelemente sind angebracht und alle Testläufe waren erfolgreich. Heute war der spektakulärste Moment bei einem der innovativsten Gebäude in Wilhelmsburg Mitte: Die Biomasse in Form von Mikroalgen flossen in die Glasfassaden. IBA Hamburg, die Investoren Otto Wulff Bauunternehmung und SSC Strategic Science Consult stellten gemeinsam das Haus mit seiner grünen und wachsenden Algenfassade vor und eröffneten es.

Das experimentell-innovative Projekt der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg zeigt Wohnungsbau als – im Wortsinne – Grüne Architektur. BIQ ist weltweit das erste Gebäude mit einer Bioreaktorfassade als Teil eines ganzheitlich regenerativen Energiekonzepts. In plattenförmigen, mit Wasser gefüllten Glaselementen werden Mikroalgen gezüchtet, die Biomasse und Wärme produzieren. BIQ gehört zu den Modellen der „Smart Material Houses“, mit denen die IBA Hamburg in der Bauausstellung in der Bauausstellung in Wilhelmsburg-Mitte neue und intelligente Baustoffe zeigt, die in Gebäuden und Fassaden verwendet werden.

Hamburg, 24. April 2013 – „Heute können wir zum ersten Mal erleben, wie die Herzkomponenten des BIQ, die Mikroalgen, in die Fassadenelemente gefüllt werden, um dort zu wachsen und im „reifen“ Zustand als Energielieferant zu dienen. Es zeigt sich hier, welche außergewöhnlichen Wege wir auch gehen können, um Beispiele für nachhaltigen Wohnungsbau zu finden. Dazu braucht es viele kreative Köpfe, mutige Macher und  eine starke Kooperation, die uns hier geglückt ist. Dadurch ist die IBA Hamburg weltweit führend im experimentellen Wohnungsbau. Die Mikroalgen haben einen identitätsstiftenden und ästhetischen Aspekt für das Haus, dienen der Verschattung der Wohnungen, liefern Heizenergie und Biomasse zum Weiterverwerten. Damit setzt trägt das Bauwerk ein wichtiges Signal für das Bauen in Zeiten des Klimawandels“, sagte IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg.

Das BIQ ist ein kubisches, fünfgeschossiges Passivhaus mit zwei unterschiedlich gestalteten Fassaden. Das Gebäude mit 15 Wohneinheiten ging aus einem IBA-Architekturwettbewerb hervor, bei dem sich das Team SPLITTERWERK aus Graz mit seinem Entwurf durchgesetzt hat. Die technische Planung des Gebäudes und der Bioreaktorfassade wurde gemeinsam mit Arup Deutschland GmbH, Bollinger und Grohmann und Immosolar durchgeführt.

Stefan Wulff, Geschäftsführer von Otto Wulff Bauunternehmungen, sagte: „Nach dem Hybrid House eröffnen wir nun mit dem BIQ das zweite experimentelle Gebäude im Rahmen der Internationalen Bauausstellung. Das unterstreicht, dass wir für innovatives Bauen stehen und an die Zukunftsfähigkeit von Wilhelmsburg als Wohnstandort glauben.“

Ein von Algen umwachsenes Haus

An der südwestlichen und südöstlichen Fassade wird dem Gebäude eine zweite, die Bioreaktorfassade, vorgestellt. Hier werden Algen gezüchtet – zur Energieerzeugung, aber auch zur Lichtsteuerung und Beschattung des Gebäudes. Durch das stetige Wachstum der Algen sowie durch aufsteigende Gasblasen ist die Fassade ständig in Bewegung und verändert ihre Farbe. Die BIQ-Fassade ist weit mehr als ein ästhetisches oder energetisches Gebäudekleid. Sie übernimmt weitere Aufgaben: In ihren wassergefüllten Glaselementen entsteht einerseits durch die Sonneneinstrahlung solarthermische Energie. Darüber hinaus nutzen kleinste Algen (Mikroalgen) in den Elementen das Sonnenlicht und erzeugen durch Photosynthese Biomasse. Die Wärme steht dem Haus als Heizenergie durch Wärmetauscher direkt zur Verfügung, die Biomasse wird an anderer Stelle energetisch verwertet.

Dr. Martin Kerner, Geschäftsführer von SSC Strategic Science Consult, sagte: „Erst mit dem Einbringen der Algen in die Bioreaktorfassade kann diese in Funktion gehen und dann optisch und leistungsmäßig bewertet werden.“

Im Kontrast zu den Algenfassaden gen Süden erstrahlen Nordwest- und Nordostfassade in einer knallgrünen Putzfassade. Durch großzügige Loggien mit Ausblick auf den künftigen Inselpark und die Gebäude der IBA Hamburg erhalten alle 15 Mietwohnungen einen hochwertigen Zugang zum Freien. Dort können die zukünftigen Bewohner – Familien mit Kindern oder Ehepaare – die Bioreaktorfassade aus der Nähe erleben.

Flexibles Wohnen in schaltbaren Wohnungen

Das BIQ beherbergt 15 Wohnungen, von denen zwei nach dem neuartigen Wohnkonzept Konzept schaltbarer Räume  – Wohnen on demand – angelegt sind, indem Funktionen wechselnd oder gleichzeitig zu einer neutralen Zone dazu geschaltet werden. Verschiedene Funktionen der Wohnung wie beispielsweise Bad, Küche oder Schlafen sind in Einbaumöbeln untergebracht. Werden diese zugeklappt, sind die Räume neutral. Das Erscheinungsbild der Wohnung verändert sich mit dem Tagesverlauf und dem Wohnalltag der Nutzer.

Das BIQ: Teil von Wilhelmsburg Mitte

Am Rand des Parks der der internationalen gartenschau igs 2013, entstehen insgesamt vier Wohnungsbaumodelle für die Zukunft der Metropole, um für den Wohnungsbau im 21. Jahrhundert wegweisende Antworten zu finden. In dieser Form sollen sie noch lange nach ihrer Fertigstellung als Anschauungs- und Diskussionsobjekt dienen und eine neue Bautypologie begründen. So wird die „Bauausstellung in der Bauausstellung“ zu den „Case Study Houses“ des 21. Jahrhunderts und stellt sich modellhaft den Herausforderungen unserer Zeit in Bezug auf die Nachhaltigkeit des Bauens und des Zusammenlebens.

Seit November 2010 arbeiten die Firmen SSC GmbH, Arup Deutschland GmbH und Colt International GmbH im Rahmen eines durch die Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) geförderten Verbundprojektes an der Entwicklung eines Fassadensystems, das die kontrollierte Nutzung der Bioreaktorfassaden am Gebäude ermöglicht. Ergebnis war die Entwicklung eines funktionsfähigen Reaktors, der als Fassadenelement eingesetzt werden kann.

Die technische Planung des Projekts liegt bei den Unternehmen Arup Deutschland GmbH (Berlin), sprenger von der lippe, Technisches Büro der Otto Wulff Bauunternehmung GmbH sowie Feyerabend + Gunder GmbH (Goslar)

Das Fassadensystem entwickelten die Ingenieursbüros Arup Deutschland GmbH (Berlin), Strategic Science Consult GmbH (Hamburg) und Colt International GmbH (Kleve).

 

 

Von Kindern lernen in Wissenschaft + Forschung

Die 4. lange Nacht des Wissens habe ich sehr genossen bei http://www.desy.de

Faszinierend, wie klug selbst kleine Kinder argumentiert + gefragt haben + wie viel intuitives Wissen sie parat haben.
Es ist so wichtig, dass wir genügend Raum lassen, damit sie nicht nur aus unserer Vergangenheit lernen, sondern wir von Ihnen lernen, welches Wissen morgen bedeutsam sein wird. Die Mitarbeiter von Desy waren sehr gute + lehrreiche freundliche Gastgeber. Das vielfarbig illuminierte Gelände eine Augenweide.

Wunderbarer Vortrag + sehr kluge Fragen der Schüler:

Marc Hempel: Schöne neue Welten – Die Entstehung von Planetensystemen

Das Science Café DESY bemüht sich, auf jüngere Schüler, die noch nicht so sehr mit der Physik und anderen Naturwissenschaften in Berührung gekommen sind, besonders einzugehen.
Sollte es doch einmal kompliziert werden: Fragen sind erlaubt, ja sogar gewünscht.
Und die jüngeren Besucher dürfen zuerst ihren Wissendurst stillen.

Ich freue mich schon auf das nächste http://sciencecafe.desy.de/

SocialMediaClub: Elbdeck + Trends + Microsoft + unsere mediale Zukunft

Im Elbdeck waren wirt mit Blick auf das KörberForum + die umliegenden Medienfirmen in der perfekten Location für unsere Themen:
Auf der ersten Station der Social Media Club Tour 2011 erkundete der Social Media Club Hamburg (SMCHH) zusammen mit Microsoft auf dem DigitalConsumerDay, welche Ansprüche User im 21. Jahrhundert an die digitale Kommunikation stellen und wie diese am besten erreicht werden können.

Wir waren alle eifrig aktiv in den beiden TwitterStreams #smchh + #dcd2011.
So konnten unsere 3 Referenten gleich reagieren.

Interessant fand ich, wie verschieden in diesem Kreis der aktiven 100 SocialMediaAktivisten die Einschätzung der aktuellen Lage ist.
Die beste Gulaschsuppe, die mir seit langem serviert wurde, geniessend, empfand ich die parallel dazu geführten Gespräche ziemlich unterschiedlich nährend.

SocialMediaBerater beraten gern. Das ist bekannt. Welche Qualität wird dabei erzielt?
Was verstehen wir im Bereich SocialMedia unter Beratungsqualität?
Hier ist noch viel zu differenzieren.

Jedenfalls habe ich mich sehr gefreut über das übliche „IdeenSprudeln“ im Austausch mit den vertrauten OpenSpace + DigitalWomen-DialogPartnern. Da haben wir gleich ein paar Veranstaltungskonzepte besprochen.

Mir würde es gefallen, wenn wir ein Szenario organisieren, in dem wir zukunftsfähige Stadt- + Landschaftsplanung für die MetropolRegion verbinden mit Konzepten für echte LebensWerte. Menschen, die sich weniger als CONSUMER verhalten, sondern wieder im besten Sinne zu BÜRGERN werden. GUTE NACHBARSCHAFT … wie schaffen wir das gemeinsam? STADT — LAND + ALT — JUNG + INNOVATION + TRADITION + …

Vielleicht hilft uns die Entstehungsgeschichte der Kontinente beim Verstehen ???  😉 Na ja … jedenfalls klärt uns der elektrische reporter auf.

VerTRAUEN im Rimaju + Museumshafen-Cafe

Zwischen faszinierenden Teespezialitäten + Kunstwerken mit Elbblick starteten wir im Rimaju in illustrer Runde unsere Dialoge über VerTRAUEN in vielschichtiger Weise. Trauen … sich, anderen, Systemen, Dingen … wie funktioniert das?

Ein Experte aus dem Grand Elysee weckte unser Interesse für selten diskutierte Hintergründer von Nahrungsmitteln. Es ging nicht um Gift oder Skandale, sondern um vielfach nicht verstandene Wechselwirkungen der Nahrungskette. Vernunft ist heilsam.
Im Museumshafen-Cafe bekamen unsere weitgereisten Gäste aus dem Beraternetzwerk dann noch mal einen ganz anderen Elb-Weitblickt:
Heinz Dieter Jopp gab uns Einblicke in seine neuesten China-Studien vom Institut für strategische Zukunftsanalyse.