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Archive for Januar 2013

Design Thinking — Hörspiel Krimi

Ein unvergesslicher Abend im Tonstudio Kampnagel
Design Thinking Treffen: Komposition und Hörspielproduktion
Referent: Hans Schüttler

Die Entstehung einer Hörspielproduktion 

  • – Wie wird die Klaviersaite zu einer Taucherflasche?
  • – Wie entsteht eine Idee?
  • – Welches sind die kreativen Aspekte in der Musikproduktion?
  • – Wie funktioniert die Zusammenarbeit im Team?

„Als Komponist und Musiker produziere ich regelmäßig Musik und Sounds für den NDR. So sind Hörspiele wie Träume von Günter Eich,   Leben und Schicksal von Vladimir Großmann und Produktionen für den Radiotatort von mir entstanden.

Ich stelle an diesem Abend meine künstlerische Arbeit vor und gebe Auskunft über den Entstehungsprozess einer Produktion.

So werde ich am Beispiel der Produktion Tod eines Tauchers (NDR Radiotatort) meine Arbeitsweise demonstrieren, von der Ideenskizze bis zur fertigen Produktion.“

Der Pianist brachte uns „das Irene Motiv der verstorbenen Frau“ ebenso näher,
wie die „innere Befindlichkeit des Jack Gartmann“.

Die Kunst beim Komponieren ist das Weglassen.

Wir erfuhren, wie ein Bienenschwarm klingt, wenn die Königin gestorben ist.

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Deutschland – meine Option? Junge Migranten am Start

Ein bewegender Abend! In der Patriotischen Gesellschaft im ehrwürdigen Reimarus-Saal las Dr. Ruth Geiger aus ihrem wunderbaren Buch. Die jungen Stipediaten ließen mit ihren ergreifenden biographischen Schilderungen an manchen Stellen den Atem stocken.

Die Projektgruppe „Salon“, der Arbeitskreis Kinder, Jugend und Bildung sowie der Arbeitskreis Interkulturelles Leben luden ein zur Veranstaltung / Lesung / Diskussion:

Ruth-Esther Geiger: „Deutschland – meine Option? Junge Migranten am Start“

Die Hamburger Autorin Ruth-Esther Geiger stellt in ihrem neuen Buch „Deutschland – meine Option?“ junge Erwachsene aus Migrantenfamilien vor. Sie alle sind ehemalige Schüler-Stipendiaten der START-Stiftung. Wollen diese engagierten und viel versprechen- den „Weltbürger“ nach ihrem Studium in Deutschland bleiben, ist es ihre Zukunfts- Option? So wird die Frage nach der Integration einmal umgedreht. Nach einer kurzen Lesung stellt die ehemalige TV-Journalistin drei der Studierenden aus Hamburg, Berlin und Göttingen mit Fragen zu ihrem Leben, ihren Zielen, ihren Plänen und Engagements im Interview vor. Danach können unsere Gäste mit ihnen und der Autorin ins Gespräch kommen.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der START-Stiftung, Frankfurt/Main.

Marlis Roß und Kai Steffen, Projektgruppe „Salon“ Helga Treeß und Margret Werdermann, Arbeitskreis Kinder, Jugend und Bildung Dr. Arnold Alscher, Arbeitskreis Interkulturelles Leben

Dr. Ruth Geiger stellt junge erfolgreiche Studenten mit Migrationshintergrund zusammen mit ihrem Buch „Deutschland-meine Option?“ vor.

Einige Zitate der Stipendiaten, was wichtig war / ist:

  • Wichtig ist das Recht auf anders sein.
  • Integration geschieht von vielen Seiten.
  • Der positiven Integration ein Gesicht geben.
  • Konflikte entstehen immer durch die Betonung der Unterschiede.
  • Das Gemeinsame betonen!
  • Schwierig macht es der ewige der Zwang etwas einordnen zu wollen/sollen.
  • Der Mensch ist hauptsächlich Geist.
  • Sesshaftigkeit wird bald der Vergangenheit angehören.
  • Menschen sind sozial zu stärken durch den Aufbau von Kontakten.
  • Wichtig ist, sich nicht zu viel mit sich selber beschäftigen, sondern lieber mit der Umgebung.
  • Interreligiöser Austausch unterstützt Verständigung.
  • Lernen ohne Angst
  • Gegen Gewalt an der Schule
  • Wenn man etwas sehr schätzt, dann wird es nicht so leicht zerstört / kaputt gemacht.
    (Qualität der Umgebung wirkt.)

Haben Computer Gefühle? Art & Computer Science im Oberhafen

Die Einladung: http://oberhafen-ev.de/oberhafen-e-v-4-miniposium-haben-computer-gefuhle/

Companion Technology (Kumpel Computer) ist nur eines der Themen moderner Human Computer Interaction Forschung.
Ein Zoo von Physical Design Elements als Mischung von Kunst/Design und Informatik, entstanden an der HAW Hamburg, soll die Fantasie dazu beflügeln, sich vom App-Design zu den ernsthaften Fragen der Allgegenwärtigkeit des Computing vorzutasten.

Das EmotionLab der HAW (Prof. Kai von Luck) stellt sich vor. Hier experimentieren interdisziplinäre Teams mit verschiedenen Materialien, z.B. Papier, Holz, Textil etc., kombinieren diese mit Technik, z.B. Arduino, Kinect, Lilypad, Processing etc. und bauen daraus reagierende Installationen, interaktive Oberflächen, intelligente Räume sowie sensible Maschinen.
Der geplante Workshop Smart Growth – Wucherungen aus Bauschaum und Elektronik, eine experimentelle Auseinandersetzung – bietet einen Einblick in unsere Arbeitsweise und ermöglicht den Teilnehmern mit uns eigene Ideen zu realisieren.
EmotionLab sind Björn Baltbardis, Oliver Steenbuck, Sandy Pfaff, Svenja Keune und Larissa Müller.

Digitale Technik verändert unsere Alltagsumgebung. Es entstehen hybride Raumkonstellationen, die reale mit medialen Inhalten verbinden. Das Ziel ist eine erweiterte Narration sowie Informations- und Wissensvermittlung. Für Designer erwachsen daraus interessante neue Aufgaben.
Das Lehrgebiet Mediale Raumgestaltung (Prof. Vera Doerk) im Studiengang Raumkonzept und Design (B.A.) der Hochschule AMD Hamburg geht dem Einfluss von Kommunikations- und Informationstechnologien auf künstlerisch- gestalterische Fragestellungen nach. Seit einigen Jahren wird in konkreten Projekten geforscht und experimentiert. Es entstehen mediale Inszenierungen, Klangobjekte, sensible Raumkörper, kinetische Modelle u. a., die bereits in unterschiedlichen Ausstellungssituationen sowohl in musealen Kontexten, als auch im öffentlichen Raum präsentiert wurden.
Es werden Beispiele von Arbeiten gezeigt, die in der Medialen Raumgestaltung entstanden sind und die dahinter stehenden Überlegungen, Motivationen und Perspektiven erläutert .

Ein schönes MiniPosium im Oberhafen mit vielen Inspirationen.

Haben Computer Gefühle? Wir spürten den Antworten nach, die im Bereich Art & ComputerSciece das EmotionLab der HAW gefunden hat.

Prof. Kai von Luck  hat immer wieder faszinierende Formulierungen.
„KI (Künstliche Intelligenz), Denkmaschinen, Hirn braucht Körper, Räume klug machen, Heimat, Ambient Intelligece“ sind seine typische Worte, die obgleich von ihm vielfach gehört, mir immer wieder Anregung bieten neu zu reflektieren.

  • Wie reagieren Computer auf uns?
  • Können wir Flirt simulieren?
  • Interpretation von vorhandenen zu gewünschten Zuständen
  • Wie reagieren Leute auf Computer, die sie nicht als solche wahrnehmen?

www.AmbientAwareness.org

http://www.interactivedesignlab.de/

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Prof. Vera Dörk, Architektin, Pianistin, … zeigte wunderschöne Beispiele für Mediale Raumgestaltung.

http://hamburg.amdmag.de/amd/artikel/items/freundliche-ameisen-erobern-die-galleria-passage-hamburg.html

Weitere Links in Vorbereitung …

MedienZukunft — Sehen wir noch Plakate oder sehen die uns? — HK24

HK24 — Medienzukunft / Made in Hamburg. Die Einladung:

Sehen wir noch Plakate oder sehen die uns? 

Die Zukunft der Außenwerbung wird digital: Was heute alles möglich ist.

Vertreter der Hamburger Medienwirtschaft geben einen Einblick in die Zukunft der Außenwerbung und stellen Konzepte, Kampagnen und neue Wege zum Kunden vor.

Hamburg ist zugleich führende Kreativmetropole und wichtiger IT-Standort. Hamburger Media- und Werbeagenturen, Designer, Online- und PR-Experten dominieren die Festivals mit innovativen Kampagnen und ungewöhnlichen Ideen. Die Veranstaltung „Sehen wir noch Plakate oder sehen die uns“ gibt einen Einblick in die Zukunft der Außenwerbung.

Mit dabei sind: Florian Weischer (Weischer.Mediengruppe), Wulf-Peter Kemper (thjnk hamburg) und Thomas Heyen (Lukas Lindemann Rosinski) sowie Andreas Jobmann von der Drogeriemarktkette Budnikowsky als erfolgreicher Anwender der neuen Technologie.

Dass Plakate sich mit Handys austauschen, sich an Situationen und die Umgebung anpassen oder auf Profile sozialer Netzwerke zugreifen, das klingt nach Zukunftsmusik. Dabei verkaufen Plakate schon heute Tickets und Dosensuppen, erkennen Gesichter und senden zielgenaue Botschaften – dank smarter Telefone, mobiler Geodaten und digitaler Vernetzung wird das Plakat immer mehr von der stummen Werbefläche zum interaktiven Begleiter im öffentlichen Raum.

Florian Weischer, Weischer Mediengruppe vermittelt Einblicke/Anregungen:

  • Behalten wir den Überblick?
  • Wie öffentlich wollen wir sein?
  • Schaufensterpuppen Kameras in den Augen
  • Urheberrecht
  • Eye see you!
  • SBB (Schweizer Bundesbahn): nie mehr allein im Zug: Überwacht.
  • Was schauen die Menschen an?
  • Wo blicken Sie hin?
  • Wollen wir unsere Facebook Freunde in Flieger / Bahn treffen?
  • Mitmachmedien
  • Urheberrecht nicht geklärt
  • Internet hilft dem Fernsehstar
  • Integriertes Erlebnis
  • Dein soziales Netzwerk
  • Deine Stimmung
  • Der Screen als neuer Marktplatz
  • Zukunft Gestensteuerung aus der xBox heraus
  • Second Screen mit z. B. iPad
  • Kommt das auch im Kino an?
  • Neue Umgangsformen
  • Marken kommen sehr schnell in Kontakt mit den Nutzern
  • Der virtuelle Sprung
  • Zählt der Content?
  • Zählt die Darstellung?
  • Gibt es ein Geschäftsmodell?
  • Radio für die Facebook Generation
  • Ende des Formatradios
  • Menschen machen ihr Programm
  • Auto als mobiles Web
  • Dialog mit Hersteller im Auto
  • Mobility out of home
  • Gesichtserkennung
  • Gladvertising
  • Präferenzprofile
  • Wie NFC (Near Field Communication) die Handelslandachaft verändert
  • QR Code Sunny Sale nur sichtbar von bis Uhr
  • Kunst QR
  • Emart
  • Sunny Sale, Emart
  • Wohin geht die Entwicklung
  • Das Ende der Linearität
  • Auflösung der Massenmedien
  • Neue Chancen und Herausforderung für die Kommunikation / Kreation
  • Das Problem der digitalen Wertschöpfung
  • Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft
  • Gegenbewegungen
  • Digitaler Filter zwischen den Menschen
  • Chancen durch Medien

Der Schlüssel zum Erlebnis: Mein Plakat reagiert auf mich

Thomas Heyen, Lukas Lindemann Rosinski spricht über eine Fallstudie zu Interaktivität

mit Funkautoschlüssel/Sendefunktion digitale Werbeflächen steuern

freshlabs – Key to Viano erzeugt starken viralen Effekt

Andreas Jobmann, Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG stellt den Aliqua Onlineshop mit Plakat als virtuellem Store vor

Wulf-Peter Kemper, thjnk Hamburg GmbH über

Autos teilen, Meinung teilen: Mein Plakat spricht Facebook

ON my Way

ON line = Aufgewacht

ON hold = Ruhezeit

Deal: 200 Quicar Hannoveraner sollen die Meinung teilen bei einer Sharing-Volks(Wagen)-Kampagne

Zitat aus Facebook: Wie nennt man einen Spanier ohne Auto? Carlos

Weitere Beispiele interaktiver Plakate: Evian Baby Dance – wie neu geboren

Podium: Digitalisierung, Dialog. Datenschutz – Was kann und darf das Plakat der Zukunft

Wie entwickelt man eine Marke? Vortrag Uni Hamburg/HK

Die Handelskammer hatte eingeladen in die Uni:

http://www.hk24.de/innovation/medienitdesign/aus_und_weiterbildung/medien_it_ausbildung/2105724/Vorlesungsreihe_Medien_Marken_Meinungen.html;

Marken: Wie entwickelt man eine Marke, wie bleibt man eine und wieso braucht man überhaupt eine Marke?

Harald Kratel, Madaus, Licht+Vernier Werbeagentur GmbH; Scott Woods, Facebook; Peter-Matthias Gaede, GEO

Angenehm eingeleitet und moderiert von Harald Kratel ergab sich eine facettenreiche Diskussion zwischen Podium und Publikum. Fragmente/Wortschöpfungen daraus:

  • Leuchttürme emotionaler Bindung …
  • Sich unterscheiden, schützen, Preis rechtfertigen!
  • GEO als „Lehnstuhlreise“, Autoren entwickeln einen subjektiven Blick auf die Welt, Leser können Geschichten mit atmen, mit schmecken …
  • Das Besondere an GEO: wissenschaftlicher Anspruch, Qualität der Bilder und Reportagen.
  • Facebook im Februar 9 Jahre mit internationalem Footprint
  • Technologische Entwicklung hat viel zur FB-Markenbildung beigetragen.
  • Facebook war besser in der Offenheit/Verbundenheit effektiv als Konkurrenten
  • Authentische Identität ist Erfolgsrezept. Authentische Kommunikation war früher das Tragende.
  • GEO: Sich treu bleiben
  • Das neue Bild der Erde
  • Wie Frau von der Leyen zeichnet sich GEO durch hohe Geburtenrate aus (neue Produkte)
  • Bei neuen Reihen und Ablegern hilft der Vertrauensbonus der bisherigen Produkte
  • Für einen 10jährigen ist ein 8jähriger ein besserer Embryo,
  • GEOlino ist über die Eltern einflogen worden, durch das Qualitätsvertrauen: pädagogisch wertvoll
  • Als medialer Dealer: mit GEOlino anfixen.
  • Männermagazin braucht kurze Sätze: GEOkompakt,
  • Bravo Präservativanleitung ist für Frühpicklige wichtig, jedoch nicht für GEOlino
  • Journalistische Untote werden von den Verlagen aufrecht erhalten und verstopfen Kioske.
  • GEO Erfolgsprinzip: Qualität
  • Redbull investiert mehr in die Markenentwicklung, als in Produktentwicklung
  • Facebook jetzt vor allem getrieben durch Architektur, früher durch Content
  • FB-Inhalte: Personalisierung des Web.
  • Deutungsmacht der Journalisten? Schreiben kann jeder, der Schreiben kann.
  • Facebook Community von GEO
  • GEO Science Slam zum Auffrischen der demographischen Käuferschicht
  • Wie macht man eine Marke breiter?
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IBA: Grenzen reduzieren — ZollZaunAbriss öffnet den Horizont

Sonnig, frische Winterluft, wunderschönes Farbenspiel beim weiten Blick über den Deich der Harburger Chaussee, Veddel auf die zauberhafte Kulisse der City von Hamburg.

Reduzieren von Grenzen ist ein befreiendes Thema. Gute Laune bei allen.
Bringt der symbolische Akt künftig weitreichende weitere positive Effekte? 

124 Jahre Zollhafen/Freihafengrenze — jetzt bietet der fallende Zaun eine Chance für ein neues Empfinden der Menschen auf den Elbinseln:
Elbe nicht als Grenze, sondern Verbindung, als Chancenraum.

Berichte:

http://www.ndr.de/regional/hamburg/freihafenende113.html

http://moin-moin-norden.de/iba-hamburg-wilhelmsburg-der-zollzaun-ist-gefallen/

Hamburg 1 sendet Montag 14. Januar ab 17 Uhr dazu.

Hier die offizielle Pressemitteilung:

Der Zollzaun fällt – freier Zugang zum Spreehafen

Mit dem Zollzaun fällt der „eiserne Vorhang“ von Wilhelmsburg – zu diesem großen Ereignis legte Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg heute selbst Hand an und begann mit einem Schneidbrenner den Zaunabriss. Neben dem Bürgermeister sprachen Colette Hercher, die Präsidentin der Bundesfinanzdirektion Nord und bislang zuständig für den Zollzaun, Liesel Amelingmeyer, Gründungs-mitglied des Vereins Zukunft Elbinseln sowie IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg Grußworte. In wenigen Wochen ist der Weg zwischen Stadtteil und Ufer ganz frei. Diesen historischen Tag feierte die IBA Hamburg mit Initiatoren, Unterstützern und Anwohnern. Mit der Öffnung des Zollzauns erfüllt sich ein lange gehegter Wunsch der Bevölkerung. Die Hamburger Elbinseln rücken heute ein Stück näher an die Hamburger Innenstadt heran.

Hamburg, 12. Januar 2013 – „Auch wenn viele unserer Zöllner, die häufig ihr ganzes bisheriges Berufsleben mit und an dem Zollzaun verbracht haben, den Fall dieses Zaunes vielleicht mit ein wenig Wehmut beobachten werden, freuen wir uns doch darüber, dass die „Zollgrenze“ nun mitten im Herzen der Stadt entfallen kann“, sagte Colette Hercher als Präsidentin der Bundesfinanzdirektion Nord. Als bisherige Zuständige für Freihäfen und Zollstationen hatte die BFD Nord den Zollzaun am 1. Januar 2013 offiziell aus dem Freihafen entlassen, sodass nun feierlich die letzte sichtbare Erinnerung an die letzte Nutzung des Geländes als Hafengebiet entfernt werden konnte. Den ersten Schritt dazu machte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: Mit einem Schneidbrenner begann er mit dem Abriss des Zollzauns und verwirklichte damit den schon lange geäußerten Wunsch der Anwohner, den Weg ans Ufer des Spreehafens von jeder Stelle aus zugänglich zu machen.

Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, sagte: „Wir legen den Zollzaun nieder. Das tun wir nicht aus Missachtung seiner historischen Rolle – aber die hat er inzwischen ausgespielt. Seit 1903, also 110 Jahre lang, hat das drei Meter hohe stacheldrahtbewehrte Gitter den direkten Weg zwischen den Wohnquartieren und dem Hafenbecken versperrt – für Schmuggler und Bewohner gleichermaßen. 2013 aber wird das Jahr der IBA, der Internationalen Bauausstellung, und das Jahr der igs, der internationalen Gartenschau. Es wird das Jahr der Wilhelmsburgerinnen und Wilhelmsburger. Da ist kein Platz mehr für einen Zaun. Es geht heute auch darum, dass endlich auch innerhalb Hamburgs die Grenzen an Bedeutung verlieren, weniger sichtbar sind.“

Gründungsmitglied des Vereins Zukunft Elbinseln, Liesel Amelingmeyer setzte sich in ihrer Funktion stark für die Interessen der Wilhelmsburger und Veddeler ein und trieb den Wunsch nach einer Öffnung zum Wasser als Initiatorin mit voran: „Die Menschen in Wilhelmsburg und auf der Veddel haben bei der Erfolgsgeschichte des Zollzaunabrisses mitgeschrieben. Sie haben sowohl einen Zugang zum Spreehafen rund um die Uhr durch erste Schlupftore ermöglicht und die fertigen Planungen für eine  Hafenquerspange über den Spreehafen gestoppt.“

Der Spreehafen hat einen ganz eigenen Charme: Deichübergänge für Fußgänger und Radfahrer erleichtern jetzt die Zugänglichkeit, neue Freitreppen laden zum Sitzen ein, Rampen und eine neue Ampelanlage schaffen eine kurze Verbindung zwischen dem Hafenbecken und dem Stübenplatz im Herzen des Reiherstiegviertels. In wenigen Minuten können Spaziergänger nun von dort ans Wasser gelangen. Zwei weitere Deichübergänge und eine neue Fußgängerampel erleichtern entlang der Harburger Chaussee außerdem den Zugang zum Wasser. Spaziergänger und Radler können auf einem 4,5 Kilometer langen Spazierweg um den ganzen Spreehafen herum authentische Hafenstimmung und Industrieromantik erleben: Lange Deiche und Polderwände sind zu sehen, in großen Hallen lagern Kakaoberge, auf Gewässer liegen Schuten und schwimmendes Hafengewerbe.

IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg sagte: „Mit der Öffnung des Spreehafens greift die IBA Hamburg eine langjährige Forderung der angrenzenden Stadtteile auf. Mit der heutigen Öffnung des Spreehafens rücken Elbinseln und Hamburger Innenstadt näher zusammen. Außerdem vereinen sich Hafennutzung und Freizeitaktivität für eine höhere Lebensqualität der Anwohner. Dazu gewinnt der Deich durch dieses Projekt mit den Freitreppen, die sich in das Deichbild einfügen, eine neue gestalterische Dimension.“

Mehr als 100 Jahre lang war der Freihafen umzäunt. Nachdem im Juli 2010 der Zollzaun zwei Pforten bekam, durch den die Bewohner der Veddel und Wilhelmsburgs ungehindert zum Wasser gelangen konnten, folgte im Oktober 2011 die Fertigstellung des Fuß- und Radwegs an den neuen Hafenbahnbrücken. Dieser Schritt schloss die letzte Lücke. Seither können die Bewohner das Hafenbecken umrunden. Im Herbst 2012 feierten alle Beteiligten den wieder aufgenommenen Fährbetrieb zum Anleger Ernst-August-Schleuse an der Klütjenfelder Straße. Der Abriss des Zollzauns heute war der wichtigste Schritt des IBA-Projekts „Öffnung des Spreehafens“.

9. HafenSalon _ Neue Wohnformen _ neue Gemeinschaften

Dr. Ruth Geiger hatte wieder eingeladen. Diesmal schon zum 9. Hafensalon zu

„Neue Wohnformen im Norden“

Gemeinschaftliches Wohnen generationenübergreifend braucht Vorbereitungszeit, Konsensfähigkeit.

4 Projekte wurden vorgestellt:

  • Angela Remmert, ALLMENDE Wulfsdorf e. V.
  • Alexandra Bossen, Wohnprojekt GOFI-LUZIE, Klein Borstel
  • Hans Urbig, Mehrgenerationenhaus HAFENLIEBE, HafenCity
  • Volker Honold, Bauprojekt HIMMELSTREPPE e. V. Stadtpark / Alte Wöhr

Dr. Tobias Behrens GL-Stattbau Hamburg GmbH:
Einführende Worte zu alternativer Stadtsanierung, autonomen Jugendwerkstätten, etc.

Web-Tipp: http://www.zusammen-bauen-lohnt.de/

Der Weg: zuerst ging es einfach darum Besetzergruppen zu disziplinieren, Rechtsformen zu schaffen.
1986 entstanden die ersten Genossenschaften.
Menschen im 3. Lebensabschnitt suchen stark nach neuen Wohnformen
Es gibt viel größere Nachfrage, als Angebote auf diesem Markt.

Angela Remmert, ALLMENDE Wulfsdorf e. V.
Wohnqualität in schöner Landschaft inmitten eines Demeterhofes, ein Dorf mit Wohnen, Arbeiten, Gesundheitszenrum, größtes Wohnprojekt von SH, Werkstätten für Behinderte, sozial, ökologisch. Gewerbetreibende haben viele Besucher aus Hamburg, Kinderzirkus, viele Akademiker, über 70 Kinder von 200 Bewohnern, es gibt Sozialfonds für Menschen, die in Not geraten. Organisiert durch Dorfrat, Stiftung, Träger, Lenkungsgruppe, etc. Basisdemokratische Ausrichtung machen reichlich spannungsgeladene Auseinandersetzungen. Saatgutforschung.

Hans Urbig, Mehrgenerationenhaus HAFENLIEBE, HafenCity
Ehemals Berliner Hausbesetzer / 180 Häuser in einer Nacht besetzt / Damals alles in Selbsthilfe gemacht / Lebensgefühl sehr gut, ist keine Wohnung in der Stadt, sondern wie Urlaub

Seit 2008 Volker Honold, Wohnprojekt HIMMELSTREPPE e. V. Stadtpark / Alte Wöhr

Im anschließenden Gedankenaustausch wurden reichlich Projektvisionen diskutiert.

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