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Atlantic Council Asia Strategic Foresight + Amerikas Selbstdarstellung in der Welt

Heute war wieder einer dieser Tage, an denen die Fülle der Attraktionen unserer Metropolregion besondes inspirierte. Vormittags erlebte ich, mit wie viel Liebe zum Detail in einem KinderKlub die Kleinen dort auf die Welt von morgen vorbereitet werden. Struktur + Liebe geben, Wissen  Erfahrung behutsam vermitteln, Sinne stimulieren + Verantwortung ebenso trainieren, wie Selbstbestimmung + dabei immer die Eltern + das Umfeld einbeziehen … wunderbar.

Nachmittags lockte
The GIGA German Institute of Global and Area Studies and the Consulate General of the United States
mit dem faszinierenden
Dr. Banning Garrett is Director of the Asia Program at the Atlantic Council. He also is director of the Atlantic Councils Strategic Foresight Project. He is the founding Executive Director of the Institute for Sino-American International Dialogue (ISAID) at the Graduate School of International Studies, University of Denver.

Unser Thema: China, the USA and Europe: Power Shifts and Global Challenges — Change will not be linar.
Ballance of Power > Soft Power = Friends … Scene of Unity + Long Term Trends. http://www.acus.org

Abends war ich sehr angetan im Amerikazentrum Hamburg von
„Kein Land wie jedes andere. Amerikas Selbstdarstellung in der Welt“

Ob Hollywood oder Pop-Art, ob Public Diplomacy oder der Kampf gegen den Terror: Unser Bild von den USA wird bestimmt von der amerikanischen Außenkommunikation, einer Kommunikation, die das Denken und die Wertvorstellungen in vielen westlichen Ländern seit Ende des Zweiten Weltkriegs nachhaltig beeinflusst.
Die ‚Soft Power’, die die USA auf diese Weise aufgebaut haben, stärkte deren Vormachtstellung auf der Welt und war maßgeblich daran beteiligt, dass das 20. Jahrhundert zum amerikanischen Jahrhundert wurde.

Schon bereits seit der Gründung des amerikanischen Staates stellt die Außenkommunikation ein wichtiges Element seiner Außenpolitik dar, vermittelt sie doch die Werte und Fundamente der amerikanischen Gesellschaft auf der ganzen Welt. Werte und Kultur wurden instrumentalisiert, um die USA als „Reich des Guten“ zu präsentieren und die eigene Stellung in der Welt zu festigen.
Mit dem 21. Jahrhundert ist es viel schwerer geworden, ein einheitliches und glaubwürdiges Bild der USA zu vermitteln. Die Gründe dafür sind vielfältig – sie reichen von der Vervielfachung der Informationskanäle über die Professionalisierung von Kommunikation bis hin zum Glaubwürdigkeitsproblem der amerikanischen Außenpolitik. Welche Konsequenzen das für das Image Amerikas, die amerikanische Außenkommunikation und unsere Sicht der Welt hat, soll im Rahmen der Veranstaltung diskutiert werden.

Vortrag und Diskussion mit Dr. Anna Schwan, Pressesprecherin Staatsoper Hamburg
waren ebenso gekonnt, wie die wunderbare Moderation von Dr. Petra Beckmann-Schulz
Wir wurden mit den Geheimnissen des „Place Branding“ vertraut gemacht. Facetten der  Aussenkommunikation gemeinsam zu beleuchten in Tourismus, Exportwirtschaft, Innen- + Aussenpolitik, Investitionen + Immigration, kulturellem Erbe + der Bevölkerung brachte uns schnell zu Erkenntnissen, wie die „Seele eines Landes“ sympathisch oder nicht erscheint. Das Credo: „Beacon of Light“ muss zum „Beacon of Dialogue“ werden, damit sich Menschen in der Kommunikation auf Augenhöhe wohl, statt vereinnahmt fühlen. Das Geheimnis wurde gelüftet, die es glingen kann, dass Addressaten Botschaften auch annehmen Wollen (können). Gut gefallen hat mir auch der Seitenblick auf die Herausforderung, wie es gelingen kann mit dem „Land der Ideen“ nicht nur die Idee, sondern auch erfolgreich ein Land zu präsentieren.

Diesen Gedanken würde ich gern, anknüpfend an unsere Diskussion im Giga-Institut weiter ausdehen: wenn es uns gelingt mit einer Art Identität 3.0 unser globals Heimat-Empfinden auszudehen + damit ein globales WIR zu stärken … dann kann viel gutes geschehen, denn WE is SMART 😉

  1. Heinz Dieter Jopp
    Juni 22, 2011 um 9:32 am

    Wenn man sich mit der einzigartigkeit der USA auseinandersetzt, sollte man die Einzigartigkeit Chinas nicht vergessen. Hier ist das jüngste Buch von Henri Kissinger sehr empfehlenswert: On China. Dort wird jedem deutlich, warum China schon seit Jahrtausenden langfristig denkt und handelt. Und eins sollte man nie vergessen: China ist nie als imperiale Macht aufgetreten. Und bei aller Aufgeregtheit, die derzeit über den Atlantik zu uns schwappt, wenn es um China geht, sei an eine Aussage von Robert D. Kaplan aus seinem jüngsten Buch „Monsoon“ erinnert: „It bears repeating that there is nothing illegitimate about the rise of the Chinese military. China´s ascendancy can fairly be compared with that of the United States following its own consolidation of land-based power in the aftermath opf the Civil War and the settlement of the American West, which culminated at the turn of the twwentieth century with the construction of the Panama Canal.“
    Wa amerikanische Außenpolitik anbetrifft, so galt softpower unter der Clinton Administration. Es folgte der Unilateralismus unter Bush. Nun sprechen die USA von „Smart power“ , da es um ein Zusammenwirken aller Ressorts einschließlich der Verteidigung geht. Wir hatten hierfür den Begriff vernetzte Sicherheit. Aber leider nie umgesetzt. Er ist nach dem Fortgang von KT auch aus dem Sprachgebrauch der Kanzlerin, des Außenministers wie des Verteidigungsministers gestrichen.

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