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Mediennutzung der Zukunft: Internet + TV + eBooks + Bücher + Hörbücher

Telefonbücher + Fahrpläne werden wahrscheinlich nicht die wichtigsten gedruckten Bücher der Zukunft, sagte Thomas Fuchs, Direktor der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein MA HSH bei seinem Grußwort am 10. Februar in der Zentralbibliothek. Kulturpessimisten zum Trotz wird das schöne Buch nicht überflüssig werden, sondern die Vielfalt der verfügbaren innovativen Medien ergänzen.

Mediennutzungen ändern sich nicht von heute auf morgen, sondern trotz der rasanten technologischen Entwicklungen teilweise langsam. Noch ist das Fernsehen mit Abstand das Leitmedium in Deutschland. 244 Minuten im Durschnitt pro Tag hat die deutsche Bevölkerung 2010 verngesehen, 77 Minuten pro Tag das Internet genutzt. Nur leicht ging die Radionutzung zurück mit 187 Minuten pro Tag. Auch bei der Jugend stehen Radio + Fernsehen weit vorn bei der Mediennutzung. Der Anteil regelmäßiger Buchleser ist in dieser Zielgruppe mit knapp 40 % noch genauso groß, wie vor 12 Jahren, trotz medialer Konkurrenz. Mädchen lesen deutlich mehr, als Jungen. Zwischen 12 + 19 Jahren ist bei den Jungen das Lesen auf der untersten Form der Mediennutzung angelangt. Das ändert sich später wieder. Die Internetnutzung ergänzt die Nutzung der anderen Medien, ersetzt sie jedoch nicht.

Zu differenzieren sind die Inhalte. Gedruckte Lexica geraten durch das Internet zunehmend unter Druck. Die schönen Lexica jedoch werden wohl noch weiterhin begehrt sein. Universitätslektüre, Schulbücker taugen wahrscheinlich eher für eBooks, als große Romane. Rasant entwickeln sich Hörbücher, sowie Veröffentlichungen kleiner Auflagen via Internet, wie zum Beispiel Werke von Hobbyliteraten.

Buchempfelungen online beflügeln den Büchermarkt, weil sie intelligente Systeme bieten, die auf Bücher hinweisen, die sonst nicht gefunden würden.

Ein Buch ist etwas bleibendes, was sich Zeit für Tiefgründiges nehmen kann. Wir können hineintauchen. Bücher sind körperlich, fühlen sich gut an + sind oft einfach schön, so die Beschreibungen von Thomas Fuchs, die perfekt zu meinem Erleben paßten: es wurden wirklich viele wunderschöne Bücher ausgestellt. Die Stiftung Buchkunst präsentiert die schönsten deutschen Bücher noch bis zum 12. März. Ich empfehle: hingehen!

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