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FDI + SunZi

Zu  Weihnachten schickt mir Ulrich Heinemann,
Bundesvorstand des FDI (Verband Führungskräfte Druckindustrie und Informationsverarbeitung)
seine Sichtweise zu den Gedanken von Heinz Dieter Jopp über China vom 22. Dezember:

Die Gedanken von SunZi scheinen dass Drehbuch für die chinesischen Politik zu sein, wie dieses Beispiel zeigt, mit dem SunZi seine Empfehlungen in der „Kunst des Krieges“ schließt:

(Es lohnt sich, SunZi zu lesen, er gehört in jedes Bücherregal, obwohl er vor 2500 Jahren dies alles geschrieben hat)

So wird der erleuchtete Herrscher und der weise General die Intelligentesten seiner Armee als Spione einsetzen und auf diese Weise hervorragende Erfolge erzielen. Spione sind ein äußerst wichtiges Element des Krieges, denn von ihnen hängt die Fähigkeit der Armee ab, sich zu bewegen.

Beispiele finden wir in der aktuellen Kopierdiskussion der Chinesen.

Aber, es wäre falsch, daraus auf die Aggressivität China zu schließen.

China will und muss sich behaupten im globalen Wettbewerb.

Die Philosophie, die hinter SunZi steckt, ist es, die eigne Herrschaft zu erhalten, also mehr Verteidigung als Angriff.

Und der Sinn im Kriege ist nicht um Gegner zu töten, sondern seine Lebensform durchsetzen zu können.

Das sieht man ganz aktuell: China will sich finanziell im alten Europa einbringen, will sich verweben mit unserer Wirtschaftsform.

Und das sehe ich sehr positiv, denn nur so bekommt man ein gutes Miteinander zuwege.

Aber: Unsere Demokratie muss entscheidungsfähiger werden.

Im Moment ist man in Europa damit beschäftigt, die repräsentative Demokratie zu beerdigen. Wie sollen Entscheidungen zustande kommen, wenn am Ende des Wege die immer vorhandenen Unzufriedenen auf die Barrikaden gehen um demokratische Beschlüsse zu verändern?

Das ist Kleingruppendiktatur, die Mühe der Demokratie scheut.

Ohne klare Entscheidungstrukturen sind auch Demokratien nicht zu führen, werden wir gegen „Diktaturen“ das Nachsehen haben.

Wobei ich Diktatur in Anführungsstriche setze, denn es ist einfach, unsere edlen demokratischen Gedanken als den wahren Sinn der Welt zu verbreiten.

Andere Kulturen haben ganz andere Vorstellungen über das Oben und Unten in einem Staat,

das heißt nicht, das sie damit automatisch unglücklich sind.

Auf diese Dinge müssen wir Rücksicht nehmen, nicht gleich z.B. die Chinesen als undemokratisch brandmarken. Die haben geschichtlich zu viel europäischen Hochmut erlebt.

So halte ich es nicht für sinnvoll, öffentlich die Regierung zu beschimpfen und Dissidenten zu einer Art Heilsbringer zu verklären.

Wir müssen mit allen reden, und am wenigsten mit den Dissidenten, die nicht behaupten können, Sprecher des „Volkes“ zu sein.

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