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Archive for Dezember 2010

Blick in die Zukunft

Mein Wunsch für 2011:
Ich freue mich auf Menschen,
die Lust darauf haben verantwortungsbewusst Zukunft aktiv zu gestalten.
Dafür werde ich weitere Dialog-Szenarien organisieren,
um facettenreich relevante ermutigende Zukunftsfragen / Trends zu beleuchten.

Am 12. 1. geht es wieder um Vertrauen, speziell mit Blick auf Daten
beim RoundTable Mediation der Hamburger Wirtschaft.
In Vorbereitung sind, davon unabhängig, Termine zum Thema Vertrauen
in Materialien, Vertrauen in die Zukunft, Vertrauen in Unternehmen + mehr.

Am 2. 1. beginnt eine Veranstaltungsserie in Kooperation mit Hamburg@Work zu
Projektarbeit der Zukunft für Freiberufler.
• Welche Fragen sind zu stellen bei Freelancern?
• Wie wird Projektarbeit in Zukunft aussehen?
• Welche neuen Entwicklungen sind zu erwarten?
• Was können wir fördern?
• Welche Chancen bieten CoWorkingSpaces?
• Wie organisieren wir uns die hilfeichen Ressourcen?
Dies + mehr diskutieren wir in wechselnden Szenarien.
Die Organisation zu „Geschäftsführung für Freelancer“ koordiniert Michael Schudy,
Leiter Hamburger Informatikforum.

Meine weiteren Projekte, zu denen Interessenten / Mitwirkenende herzlich willkommmen sind:
People / Places / Ideas — PPI
Ein Kooperations-Netzwerk von engagierten inspirierenden Menschen,
die an attraktiven Orten faszinierende Projekte anbieten.

Das Übel kommt nicht von der Technik, sondern von denen, die sie missbrauchen – mutwillig oder auch nur fahrlässig.

Die Voraussetzung für Wissen ist die Neugier.

Jacques Yves Cousteau
War ein französischer Meeresforscher. In seinen Filmen war eine rote Wollmütze sein Markenzeichen.
* 11.06.1910 in Saint-André-de-Cubzac (Gironde), Frankreich
† 25.06.1997 in Paris, Frankreich

Zum Jahreswechsel geht der Dialog mit Blick auf China weiter

Heinz Dieter Jopp antwortet auf  die Zeilen von Ulrich Heinemann

Vielen Dank für diese anregenden Gedanken. Ein Blick auf Sun Zi und die bis heute ungebrochene Kulturgeschichte Chinas (wer kann das eigentlich noch von sich behaupten?) lassen noch auf andere Dinge schließen. China war nie selber agressiv gegenüber seinen Nachbarn. warum soll das heute anders sein?
Weil die Coboys mit dem Doppelstandard uns das einreden wollen?
Altbundeskanzler Helmut Schmidt hat m.E. hier kluge Gedanken zu China in einem Aufsatz „Die aufsteigende Weltmacht China“ geäußert, der als Vortrag in der Freitagsgesellschaft gehalten wurde. (Helmut Schmidt (Hg.) Vertiefungen. Neue Beiträge zum Verständnis unserer Welt).
Was wissen wir eigentlich aus der 4000jährigen Geschichte Chinas? Was wissen wir über die Lehren des Konfuzius und seine Auffassungen zu Regierungen?
Was wissen wir um die tiefsitzende Schmach bei jedem Chinesen, dass das Land von Engländern, Deutschen, Franzosen und Japanern besetzt wurde? Ist es da verdenklich, dass sie sich hiervor künftig schützen wollen?
Statt China zu verteufeln, sollte man auf allen möglichen Ebenen mit ihnen reden und – was den Hamburgern gut liegt – ins Geschäft kommen.
Noch zwei kleine Leseempfehlungen:
– Mark Leonhard: What does China think?
– Kishore Mahbubani: The new Asian Hemisphere. The irresistible shift of global power to the east.

Letzteres ein guter und wichtiger Weckruf für uns Europäer.
Und nicht vergessen: Chinesen denken langfristig und strategisch.
kennen Sie eine nationale Strategie Deutschlands? oder wenigstens Europas?
Heinz Dieter Jopp

FDI + SunZi

Zu  Weihnachten schickt mir Ulrich Heinemann,
Bundesvorstand des FDI (Verband Führungskräfte Druckindustrie und Informationsverarbeitung)
seine Sichtweise zu den Gedanken von Heinz Dieter Jopp über China vom 22. Dezember:

Die Gedanken von SunZi scheinen dass Drehbuch für die chinesischen Politik zu sein, wie dieses Beispiel zeigt, mit dem SunZi seine Empfehlungen in der „Kunst des Krieges“ schließt:

(Es lohnt sich, SunZi zu lesen, er gehört in jedes Bücherregal, obwohl er vor 2500 Jahren dies alles geschrieben hat)

So wird der erleuchtete Herrscher und der weise General die Intelligentesten seiner Armee als Spione einsetzen und auf diese Weise hervorragende Erfolge erzielen. Spione sind ein äußerst wichtiges Element des Krieges, denn von ihnen hängt die Fähigkeit der Armee ab, sich zu bewegen.

Beispiele finden wir in der aktuellen Kopierdiskussion der Chinesen.

Aber, es wäre falsch, daraus auf die Aggressivität China zu schließen.

China will und muss sich behaupten im globalen Wettbewerb.

Die Philosophie, die hinter SunZi steckt, ist es, die eigne Herrschaft zu erhalten, also mehr Verteidigung als Angriff.

Und der Sinn im Kriege ist nicht um Gegner zu töten, sondern seine Lebensform durchsetzen zu können.

Das sieht man ganz aktuell: China will sich finanziell im alten Europa einbringen, will sich verweben mit unserer Wirtschaftsform.

Und das sehe ich sehr positiv, denn nur so bekommt man ein gutes Miteinander zuwege.

Aber: Unsere Demokratie muss entscheidungsfähiger werden.

Im Moment ist man in Europa damit beschäftigt, die repräsentative Demokratie zu beerdigen. Wie sollen Entscheidungen zustande kommen, wenn am Ende des Wege die immer vorhandenen Unzufriedenen auf die Barrikaden gehen um demokratische Beschlüsse zu verändern?

Das ist Kleingruppendiktatur, die Mühe der Demokratie scheut.

Ohne klare Entscheidungstrukturen sind auch Demokratien nicht zu führen, werden wir gegen „Diktaturen“ das Nachsehen haben.

Wobei ich Diktatur in Anführungsstriche setze, denn es ist einfach, unsere edlen demokratischen Gedanken als den wahren Sinn der Welt zu verbreiten.

Andere Kulturen haben ganz andere Vorstellungen über das Oben und Unten in einem Staat,

das heißt nicht, das sie damit automatisch unglücklich sind.

Auf diese Dinge müssen wir Rücksicht nehmen, nicht gleich z.B. die Chinesen als undemokratisch brandmarken. Die haben geschichtlich zu viel europäischen Hochmut erlebt.

So halte ich es nicht für sinnvoll, öffentlich die Regierung zu beschimpfen und Dissidenten zu einer Art Heilsbringer zu verklären.

Wir müssen mit allen reden, und am wenigsten mit den Dissidenten, die nicht behaupten können, Sprecher des „Volkes“ zu sein.

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Fundsache in der Weihnachtspost

Ich freue mich über diese Zeilen zum heiligen Abend:
„… habe heute eine Weihnachtskarte bekommen, auf der ein Spruch von Jean Paul steht und finde, der paßt gut zu Dir und Deinen Absichten.“

Gehe nicht, wohin der Weg führen mag,
sondern dorthin, wo kein Weg ist,
und hinterlasse eine Spur.

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China + Indien + Zukunftsanalyse

Im Gespräch mit Heinz Dieter Jopp, Gründungsgesellschafter Institut für strategische Zukunftsanalyse der C. F. von Weizsäcker-Stiftung, erfuhr ich ein paar seiner Gedanken zu China. Er sagt:

„Von Europa vielfach nicht wahrgenommen, verschiebt sich der Schwerpunkt allen Handelns in den asiatischen Raum.
China und nicht die Demokratie Indien wird der Gewinner sein. Chinesen denken langfristig und pragmatisch und nicht wie wir in Legislaturperioden. Ihre Strategie bezieht sich auf die Gedanken von Sun Zi. Sie vermeiden – wo immer es geht – die militärische Auseinandersetzung. Sie analysieren die Schwächen des Westens und nutzen diese rigoros aus.
Deng Xiaoping beschreibt dies m.E. sehr treffend: Mir ist egal ob die Katze schwarz oder grau ist. Die Hauptsache, sie frißt Mäuse.

Das 21. Jahrhundert wird ein asiatisches und Europa merkt nicht, dass seine Zeit endgültig vorbei ist.“

Ich denke mir dabei: Schauen wir mal … vielleicht gelingt ja doch das Wunder einer globalen Verständigung? Als Mediatorin glaube ich, dass interkulturelle Konflikte weniger Lösungen, sondern vor allem Verstehen brauchen. Vereinbarungen können gebrochen werden. Verstehen hat Bestand. In diesem Sinne hoffe ich auf noch viele Dialoge, die Verstehen fördern.

Frische Energie + Tanker + Tunnel —DURCH-BLICK

Ein quirliges Gespräch mit Dr. Dieter Duneka über seine eindrucksvollen Infografiken, die z. B. in der Zeit Komplexität von Tunnelbauten ebenso anschaulich darstellen, wie energiegeladene Tanker, war ein guter Start in den Wintertag. Wir werden sicher noch oft die Darstellungsvielfalt von Komplexität diskutieren. Ich freue mich über diesen neu gewonnenen kompetenten Gesprächspartner für die Zukunftswerkstatt am Heidesee.

Adventssegeln mit 3 Hubschraubern in der Ruhrstrasse

MEISSNER EXPO hatte wieder mal zu einem erlebnisreichen Treffen eingeladen. Gemeinsam mit den Nachbarn Tommy Sails, GentCom und stockmaritime sollte es zum Adventssegeln im Regattabecken gehen.

Wegen Frost im Regattabecken starteten dann allerdings nicht die AC60 und R46 Modellboote, sondern wir ließen Hubschrauber durch den geheizten Konferenzraum kreisen, bzw. versuchten mehr oder weniger erfolgreich die Flugbahnen zu kontrollieren.

Bei leckerem Glühwein, Punsch und Weihnachtsplätzchen entstand dann angeregtes Netzwerken. Fasziniert lauschten wir den hochspezialisierte maritimen Fachkenntnissen von Hans Genthe und Silvian Dahl von http://www.stockmaritime.com