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Artikel getaggt mit ‘Heimat’

Bürgerbeteiligung + wie leben wir 2030?

Es war wieder ein gut formuliertes Thema im KörberForum.
Wie viel Macht den Bürgern? Die Einladung:

Wie sind die Hamburger Bürger in die Zukunftspläne der Politik eingebunden?
Sind die Weichen für eine lebenswerte Metropole mit ernst gemeinter Bürgerbeteiligung richtig gestellt? In der Auftaktveranstaltung der neuen Reihe »Hamburg 2030« in Kooperation mit NDR 90,3 und dem Hamburg Journal diskutieren Olaf Scholz, Hamburgs Erster Bürgermeister, Roland Roth, Autor des in der edition Körber-Stiftung erschienenen Buches »Bürgermacht«, und Anita Hüseman, Bürgerplattform ImPuls Mitte. Catarina Felixmüller und Thorsten Pilz, NDR 90,3, moderieren.

Wie wollen wir 2030 leben? 

Hier in aller Unvollkommenheit ein paar Fragmente aus der Diskussion.
Moderatoren: Catarina Felixmüller + Thorsten Pilz.
Im Podium: Olaf Scholz, 1. Bürgermeister
Roland Roth „Bürgermacht“ Buch Prof. Politikwissenschaften
Anita Hüsemann „ImPuls Mitte“ BürgerPlattform, Community-Organizerin

Fazit: Wir brauchen: Bürger, die sich einmischen + eine Politik, die das zulässt.
Es ging im Einzelnen darum, wie es gelingen kann Meinungen + Sichtweisen zusammen zu bringen … Menschen + Gruppen lernen sich kennen, führen Gespräche … wichtig: nicht vorzugsweise “BildungsBürger”, sondern alle relevanten beteiligen!

Anita Hüsemann sucht oft nach der Wut: „Was ärgert Sie? Was hätten Sie gern anders?“ + dann heißt es Leute suchen, die Ideen + Vorschläge haben.

Roland Roth: Sicherheit ist ein Thema für Gemeinschaften: als Vertrauen „Soziales Kapital aufbauen“. Parteien organisieren die „ProfiTrupps“, die „es richten“.
Demokratie ist, wenn wir gemeinsam kooperieren. Wir brauchen Proteste als Korrektiv, z. B. auch in den Energieformen. Selbstwirksamkeit der Bürgerschaft als „Weisheit der Vielen“.
Wir brauchen neue Arten des GEMEINSAMEN! Nachdenkens, umEntscheidungen wieder näher an die Bürger zu bringen.

Olaf Scholz: Alle trauen sich wechselseitig zu wenig zu:
Politiker den Journalisten, Bürger den Politikern, den Professoren …

Anita Hüsemann: neue Formate werden gebraucht … Politiker fragen + Bürger antworten. Neue Beteiligungsformen.

Roland Roth: Bürger fühlen sich sehr oft nicht mitgenommen bei Planfeststellungsverfahren. Wir brauchen mehr neue reifere Beteiligungsformen, bei denen Bürger mit gestalten können. Normalerweise kommen diese Verfahren zu spät.

Anita Hüsemann: Bürger fühlen sich zwar gelegentlich angehört, jedoch nicht genügend beteiligt. Möglichkeiten von Mitbestimmung, ernst genommen werden.

Roland Roth: Zentrale Punkte der erfolgreichen Piraten ist Beteiligung + Transparenz.

Der Wunsch sich politisch einmischen zu können kollidiert mit der Art, wie Pläne gemacht werden. Normalerweise fehlt Bürgern die Möglichkeit die Pläne der Verwaltung nachzuvollziehen. Daher muss die Verwaltung ausgebildet werden verständlich Bürger einzubeziehen.

Anita Hüsemann: Menschen brauchen eine Beziehung, damit sie ihre Sicht mitteilen können. Wirklich zuhören + Bürger fragen nach ihren konkreten Erlebnissen. Wichtig ist bürgerliches Engagement, welches nicht von der Finanzierung durch die Stadt abhängig ist.

Roland Roth: Das Glück des gemeinsamen politischen Handelns braucht Voraussetzungen. Bürger brauchen das Gefühl, dass ihre Beteiligung auch wirksam wird. Wenn Wahl-Versprechen gehalten werden, dann gibt es das Problem, dass die Offenheit für Entwicklung mit Bürgerwillen + Entwicklung kollidieren kann.

Publikum: Befürchtung einer Diktatur der Wenigen.

„Recht auf Stadt“ will keine Spielregeln, sondern ernst genommen werden.

„ImPuls“ hilft auch, dass Bürger sich ausdrücken können, damit die Stimmen besser gehört werden.

Es ist wichtig, dass Veränderungen, die durch Bürgerbeteiligung herbeigeführt werden, nicht als Niederlage gesehen werden, sondern als Erfolg der Bürgerbeteiligung.

Roland Roth: 2030 werden in Kitas Kinder lernen mit zu gestalten + zu entscheiden. VerhandlungsFamilien entwickeln.

Anita Hüsemann: Schön wäre, wenn Politiker Initiativen nicht als Kritik + Kränkung empfinden, sondern als Bereicherung.

Meine Frage dazu:

  • Wieso schaffen wir das nicht in 2011?
  • Wo sind ECHTE VISIONEN für 2030?
Es gibt noch viel zu tun, bis das mit der Weisheit der Vielen bei uns klappt ;-)

Globales Lernen + Lehren der Zukunft: „Avatars in Class – Campus Hamburg in 3D“

Wir haben uns daran gewöhnt beim Telefonieren mit einer imaginierten Repräsentaz eines Gegenübers zu sprechen. Bildtelefone + VideoKonferenzSysteme bringen “Image statt Imagination” in Gespräche, sind jedoch mit allerlei Aufwand technologisch verbunden. Geht es auch einfacher? Jedenfalls geht es auch anders sehr faszinierend:
Lernen und arbeiten im Web 3D | HAW Hamburg und BÜRO X Media Lab sind Gastgeber des Expertenpanels „Avatars in Class – Campus Hamburg in 3D“ bei virtueller Konferenz “Virtual Worlds – Best Practices in Education 2011″

Wir waren eine Runde von 18 Personen in den wunderschön restaurierten Räumen der Hamburg Media School umringt von Monitoren + Projektion. Eingetaucht in die Welt von SecondLife bekamen wir ein Gefühl davon, wie zeitgleich globales Lernen in internationalen Teams mit Technologie von heute schon jetzt gut zu organisieren ist.

Scheinbar ist es auch menschlich einfacher + konfliktfreier in der virtuellen Welt Probleme zu diskutieren, als im “wirklichen” Lebens. Wie wird unsere Wirklichkeit der Zukunft sein?
Es gibt einen speziellen Wert virtueller Welten, an den wir uns erst langsam gewöhnen. Heimat entsteht durch das Hinzufügen privater Attribute in der künstlichen Welt.

Zu entwickeln ist die kulturelle Akzeptanz von Avataren als Repräsentanz von Menschen mit Emotionen, so wie unsere Vorstellung einer Person am Telefon bereits geübt ist.
Wege zur WE-GENERATION: Avatars? Wir dürfen gespannt sein.

52.000 Menschen wohnen in der www.GesundRegion.de + innerlich beheimatet: Prof. Annelie Keil

Ein wunderbares Programm erwartete die ca. 100 Besucher der Veranstaltung zur www.GesundRegion.de in der Fintauschule in Lauenbrück. Nach einem inspirierenden Vortrag von Prof. Annelie Keil wurden in 6 Arbeitsgruppen miteinander bunte Themen engagiert diskutiert.
Hier ein spontaner unsortierter Einblick in die diversen Ergebnisse:

GesundRegion:
52.000 Menschenleben in den Wümme-Wieste-Niederungen von Stemmen bis Fischerhude
“Innerlich beheimatet sein … was bedeutet das für uns? Wo wohnen wir innerlich?”
Prof. Dr. Annelie Keil stellt uns in faszinierend provozierender Sprache Fragen, die uns helfen uns selber zu orten + spüren.

Aus ihrer Sicht geht es vielfach darum, das Wissen der Alten zu hüten + die Jugendlichen fragen,
wie sie sich ihre Zukunft vorstellen … damit wir wissen, was wir im Schatzkasten haben!
Sie macht Lust auf Überwinden der Barrieren.

Ihre Stichwörter:
Heimat — Vergangenheit + Zukunft
Emotional + Spirituel + Sozial + Geistig + Physisch
Hingabe + Himmel + Fliehkraft + Geburt + Gesundheit + Lust + Tag
Angst + Nacht + Tod + Krankheit + Abgrenzung + Erde + Schwerkraft

Was können / wollen wir ändern?
Älterwerden heißt neu werden + fängt mit der Geburt an.

Die Verpflichtung glücklich zu sein ist zum Stress geworden … ?
FIT + GESUND im Alter?
Was wollen wir hinterlassen? Eigentum? Spuren?
Betonung der seelischen Gesundheit heißt Emotionen zulassen.
Japan Erdbeben: was macht Mutter Erde mit uns?
Global denken + lokal handeln geht nur in Zusammenhang mit globalem Gedanken.
Wie kommen wir in einen Austausch miteinander?

Wir brauchen eine emotionale Kultur: wie äußere ich Liebe?
Neid heizt die Konsumgesellschaft an.
Erziehungskultur in Familie + Schule muss den wesentlichen Anteil übernehmen.

Unterdrückung von Gefühlen: die Krankheit der Seele > Frage des Jahrhunderts Männergesundheit … wegen unterdrücktem Ärger.
Lust + Sehnsucht nach Gestaltung des Lebensalltags.

Wir teilen uns auf in den Arbeitgruppen. Mich zieht es zum Thema:

Da bleibe ich! Da zieh ich hin! Da fühlt sich auf der Pudel wohl!
Eine Region stärkt das Wohlbefinden vieler Menschen.
Die Moderation übernimmt sympathisch + gekonnt Regionalmanagerin Ulrike Meyer aus Ottersberg

Unser Schwerpunkt: WOHLBEFINDEN
wir sammeln eifrig:
• Was gibt es schon?
Bürgerfreundlicher Paß, Verkehrsanbindungen,
Rotenburger Karte
komfortable Radfahrentfernungen
Qualität des sich-wohlfühlens
Gemeinsamkeiten – diverse
Rotenburg Kulturpfad zum Wandern
Körper Geist Seele im Dorf
Zusammenleben im Dorf > Lebensqualität
Landschaftsräume
Kulturpfade
Schwerpunkt einzelner Ort
sehr großes ehrenamtliches Engagement
Großes Engagement aus der Dorferneuerung heraus läuft noch lange weiter
Erfahrungsaustausch in Mulsmhorn
Landschaft als Heimat verstehen, große Potenziale hier
Rastplätze teils vorhanden + gut
größere gemeinsame Veranstaltungen vor Ort
gut auch Alleinseinkönnen vor Ort

• Zukunftsideen
„Trampen im Verein“ (wie die Aktion Grüner Punkt in H)
kulturell stärker vernetzen
Netzwerk des Gebens
Vergünstigungen im geistigen Bereich
besseren Austausch von Fähigkeiten
bessere Vernetzung der Orte
jeden Tag etwas künstlerisches „Kleines“ tun
kontinuierliches, abgesprochenes Tun
Kneipp-Verein-Ideen verbreitern
Gemeinsames Ziel!
Austausch von Ideen, Aktionen
Stärkere Umweltbildung in der Region
Werte wieder wahrnehmen + spüren
Schutz von Natur + Landschaft
Entschleunigung
Traum: Interessenvertretung pro GesundRegion
Regionsstammtisch aller Orte

• Problem vorort
schlechte Infrastruktur
Busse + Bahn problematisch
schlechte Erreichbarkeit
ungenügende Vernetzung + Öffentlichkeitsarbeit
IDENTITÄT BILDEN ! von Kultur bis Natur
mangelnde Transparenz von Aktivitäten, Ideen, etc.
Zerschneiden durch Verkehrstrassen
Wegbrechen der örtlichen Infrastruktur
GesundRegion ist wenig bekannt
Homepage noch teils unverständlich
mehr verlinken
Überangebote, alles zu viel, Menschen ziehen sich zurück

• Warum machen wir das heute hier?
Wer kann die GesundRegion heute schon fühlen?
Wir brauchen Erfahrungsaustausch + Google: was ist GesundRegion?
Wir freuen uns auf regelmäßige Großtreffen wie heute hier, denn dann können wir
Wachküssen!  mit allem pro + kontra
Wofür verwenden wir unsere Zeit?
Wirkt Gesundregion als Energie-Akku oder -Sauger?
Wir empfinden Dankbarkeit  für Vorhandenes = tolle Region!
Wenn wir verschiedene Lebensphasen sehen wird deutlich: Menschen wollen im Dorf alt werden

Wohlbefinden Körper Seele Geist in der ländlichen Region in der Gemeinschaft des Dörflichen > Lebensqualität

Ergebnisse aller 6 Gruppen kurz skizziert:
1.
Runder Tisch > Wissenstransfer fördern
(besser mobilen eckigen Tisch zum Streiten mit 5-6 Ecken, mit dem man in die verschiedenen Gemeinden fährt)
Greifbare Identität für die Region
Angebotslücken schließen

Wissen pflanzen
Lebenskompetenz steigern
Kommunikation / Beratung
Wissensaustausch der Generationen
(Erfahrungsschätze weitergeben: z. B. Gemeindeschwester)
Gesundheitserziehung
Treffpunkte
Mobilität
(MGH = Mehrgenerationenhaus)

2.
Kinder + Jugendliche
Mit Liebe genährt = Ältere + Jüngere essen zusammen in der Küche
Schulgärten + Blumenwiese = Augenschmaus + Bienenweide
Projektwerkstatt Gesundregion für Kinder + Jugendliche
(Zoo in der Schule: wer ein Tier auf dem Arm hat schlägt nicht zu)

3.
die Alten: altersgerechtes Wohnen, denkt mal anders über die Älteren
aktive Nachbarschaftshilfe / Heimatabend
Ausbau der Gesundheitsberatung
Mobilität organisieren

4.
Arbeit ist mehr, als Broterwerb > Wertschätzung > Aufgaben > Selbstverwirklichung
Sinn + Engagement
Stärkung des Selbstwertes >>> Netzwerk + Integration
(so wie der Gesundheitsbegriff unter die Medizin geraten ist, so ist die Arbeit unter die Erwerbsarbeit geraten)

Die Gesundregion aus der Abstraktion herausholen FÜHLEN = Erleben ist wichtiger, als Erfahren!

5. Wohlfühlregion

6.
Regionale Produkte fördern
(ländliche Spielplätze als Vorbild)

Es folgten dann einige Filmbeispiele:
Bildungsmentoren
Ünnere Ösch
Themenwanderung: wo sind Gesundheitsstationen? Beratungsinstitutionen, Orte des Wohlbefindens, Was ist Wissen / Kompetenz durch Institutionen + Sachgebiete hindurch?
Was reizt in dieser Landschaft? Was lieben die Leute hier?
Wie funktioniert lebendige Dokumentation?
O-Ton Prof. Keil: “Das Herz wird nicht dement + das ist meine fette Henne!”
ich werde diesen Abend sicher noch lange in der Erinnerung behalten…
Projekt Heimat! Ich freue mich auf die Verknüpfung mit dem Projekt in Hamburg an der HAW LivingPlace: ZeitHeimat.
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Schlussbetrachtung:
Wie schaffen wir es, dass wir uns wirklich geduldig für unseren Nachbarn + dessen Geschichte (n) interessieren?
Prof. Annelie Keil:
“Vernetzung heißt nicht die Auflösung der Einzelidentität, sondern das Gemeinsame beschreiben, um das einzelne identifizieren zu können.”

Soweit einige meiner unvollkommen zusammengewürfelten Erinnerungen an eine sehr bewegende Veranstaltung zur GesundRegion

Fotomesse im rimaju+5. RoundTable Mediation der Hamburger Wirtschaft: Führung+Vertrauen

Auf dem Weg in die Stadt radelte ich wieder mal am Elbufer entlang, um in der Eventlocation rimaju die Fotomesse von Probis zu sehen. Dabei genoß ich einen traumhaften Sonnenuntergang an der Wasserkante. Klaus Genge war zufrieden, denn die Gäste waren in bester Stimmung, so wie auch gestern schon beim XING-Treffen der Fotografen im rimaju.

Es war wieder ein gelungener Abend in der Handelskammmer beim 5. RoundTable Mediation der Hamburger Wirtschaft. Konfliktmanager + Vertreter aus der Wirtschaft diskutierten angeregt über Erfolgsfaktoren vertrauensvoller Führung, Unternehmenskultur + Changemanagement-Chancen. Bein gemütlichen Ausklang kam dann auch wieder die Rede auf den von Kai von Luck vorgeschlagenen Begriff HEIMAT. Wir kamen überein, dass auch Konfliktverhalten in aller Regel vertrautes Verhalten ist, welches eine Art Heimat in der Art zu sein bedeutet.

ZeitHeimat + RaumSchiff Er.de #rse11

Im Stellwerk in Harburg haben die www.raumschiffer.de eine wunderbare UN-Konferenz organisiert. Einiges zum Ablauf wurde sofort im Twitterstream unter #rse11 kommentiert. Um die zahlreichen spannenden Themen tiefer zu reflektieren brauche ich deutlich mehr  “Bearbeitungszeit”.

Eine Dokumentation wird in Kürze auch wieder unter www.raumschiffer.de zur Verfügung stehen. Dort sind auch die Vorträge von 2010 zu finden.

Prof. Dr. Kai von Luck, http://www.informatik.haw-hamburg.de, hat uns zu meinem Lieblingsthema VertrauensBildung + unserer geplanten Veranstaltung im LivingPlace der HAW als Fokus vorgeschlagen: (Zeit-)HEIMAT.
(Im März legen wir mit der Vorbereitung los. Wer sich dazu mit einbringen mag ist herzlich willkommen.)
Das Wort (Zeit-)HEIMAT bietet eine prima Basis, um mein Anliegen um www.LebensWerteRegion.de vielseitig zu beleuchten.

Der Ort passte zu den DenkProzessen, die initiiert wurden: StellWerk! :-)

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